Nicht motorisierter Verkehr (Sta07)

Kurzzeichen Sta07
Bezeichnung Nicht motorisierter Verkehr
Art Arbeitsausschuss Straße
Tätigkeitsbericht

Beschreibung des Aufgabengebietes

Beschäftigung mit dem nicht motorisierten Verkehr, Erstellung und Überarbeitung der RVS für den Fußgängerverkehr (RVS 03.02.12) und Radverkehr (RVS 03.02.13). Bis August 2004 gab es keine RVS, die sich umfangreich mit dem Fußgängerverkehr beschäftigte, obwohl nicht nur der Großteil der Bewegungen in unseren Städten und Gemeinden zu Fuß erfolgt, sondern das Gehen auch die ureigenste, ökologisch und sozial verträgliche Form der Mobilität ist. In der Verkehrsplanung und bei der Straßenraumgestaltung sind die Anforderungen der Fußgänger nach bequemer, attraktiver und sicherer Fortbewegung beziehungsweise nach einem dementsprechenden Aufenthalt zu berücksichtigen. Das bedeutet vor allem ausreichend breite Gehsteige, sichere Querungsmöglichkeiten, verkehrsberuhigte, verkehrsarme und verkehrsfreie Bereiche, attraktive Gestaltung und eine ausreichende Beleuchtung. Ebenso ist in der Verkehrsplanung den Erfordernissen des Radverkehrs als weiterer Form der ökologisch und sozial verträglicher Form der individuellen Mobilität Rechnung zu tragen.

 

Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres

Auf Grund der seit 1. April 2013 in Kraft getretenen 25. StVO Novelle, die wesentliche Änderungen für den Radverkehr mit sich brachte (u.a. Fahrradstraßen, Begegnungszonen und Radwege ohne Benützungspflicht), wurden im Jahr 2013 Einsatzkriterien für diese neuen Netzelemente (insb. Fahrradstraße und Flexibilisierung der Radwegbenützungspflicht) in der RVS 03.02.13 verankert.

Dem stetig steigenden Anteil des Radverkehrs am individuellen Verkehr sowie beim Personen- und Lastentransport soll in der derzeit laufenden Überarbeitung der RVS 03.02.13 entsprochen werden. Ebenso werden die Kriterien sowie die Ausführung von Rad-Schnellverbindungen bearbeitet. In die Entwicklung der RVS werden auch die Erkenntnisse aus neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen einfließen. Insbesondere soll auch dem Trend zu Elektro-Fahrrädern entsprochen werden, und neueste Erkenntnisse zum Fahrverhalten sowie den Bedürfnissen sollen in die Überarbeitung einfließen. Die Mitarbeit von Vertretern der Interessensvertretung mobilitäts- oder sinneseingeschränkter Personen gewährleistet auch die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe. Auf die Abstimmung mit betroffenen anderen Arbeitsausschüssen wird ebenfalls geachtet. Ebenso steht der Arbeitsausschuss in enger Verbindung mit den gleichgelagerten Arbeitsausschüssen der FGSV (Deutschland) und der bfu (Schweiz).

 

Ausblick auf zukünftige Vorhaben

2019 wird die Neuüberarbeitung der RVS 03.02.13 fortgesetzt und voraussichtlich im Laufe des Jahres abgeschlossen.

Leitung
  • Robatsch Klaus, Dipl.-Ing.