Verkehrsmodellierung (GV09)

Kurzzeichen GV09
Bezeichnung Verkehrsmodellierung
Art Arbeitsausschuss Straße
Tätigkeitsbericht

Beschreibung des Aufgabengebietes

Verkehrsmodellierung ist eine wichtige Grundlage für die Verkehrsplanung. Für die Beurteilung der Zweckmäßigkeit von Maßnahmen, seien sie organisatorischer, verkehrsrechtlicher oder infrastrukturmäßiger Natur, im Sinne einer nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung ist es grundsätzlich notwendig, als ersten Schritt die Abschätzung der Verkehrsnachfrage vorzunehmen. Darauf aufbauend sind die Folgewirkungen abzuleiten. Deshalb ist es notwendig, die Qualitätsmerkmale von Verkehrsmodellen für eine bestmöglich valide Abschätzung der Verkehrsnachfrage zu definieren sowie Bewertungskriterien und Bewertungsindikatoren zu definieren. Darüber hinaus ist es notwendig, die für eine Beurteilung der Qualität von Verkehrsmodellergebnisse Transparenz an Daten, Methoden und Verhaltensparameter zu definieren. Dies soll im Rahmen eines Merkblattes durchgeführt werden. Ein erster Entwurf für ein solches Merkblatt liegt seit 2012 vor. Durch eine vereinbarte Kooperation mit den Schwestergesellschaften von Deutschland und der Schweiz hat sich das Vorhaben verzögert. Außerdem hat es in den vergangenen Jahren eine Reihe von UVP-Verfahren in der zweiten Instand des Bundesverwaltungsgerichtshofs gegeben, bei welchen die Grundsätze des vorliegenden Merkblattentwurfs zur Anwendung gekommen sind. Diese Erfahrungen sollen in die endgültige Gestaltung des Merkblattes Eingang finden.

 

Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres

Der Ausschuss ist im Dezember 2019 neu gegründet worden, sodass in diesem Jahr keine Tätigkeit stattgefunden hat.

 

Ausblick auf zukünftige Vorhaben

Zum Thema „Verkehrsmodellierung“ ist die Entwicklung eines Merkblattes zur Qualitätssicherung von Verkehrsnachfragemodellen und Prognosen“ in Arbeit, das im Rahmen eines DACH-Treffens in Form eines Workshops vom 23. bis 24. April 2019 in Stuttgart diskutiert werden soll. Dazu ist geplant, den vorliegenden Entwurf für Österreich zu überarbeiten und in ein bis zwei Sitzungen vor dem Workshop-Termin im März 2020 zu diskutieren. Damit soll die österreichische Position definiert werden.

Leitung
  • Sammer Gerd, em. o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn.